Lebenslauf
Prof.Dr. Erhard Hübener

- 1881 – Geboren am 04. August in Tacken
- 1901-1905 – Studium in Kiel und Berlin
- 1905 – Promotion zum Nationalökonom
- 1905-1919 – Tätigkeit bei der Korporation der Kaufmannschaft in Berlin
- 1919-1922 – Beamter im preußischen Handelsministerium
- 1924-1933 – Landeshauptmann der Provinz Sachsen
- 1933 – Dienstentlassung durch die Nationalsozialisten
- 1945 – Mitbegründer der “Demokratischen Volkspartei”, der späteren LDP (Liberaldemokratische Partei)
- Mai 1945 – von den Amerikanern als Landeshauptmann eingesetzt
- Juli 1945 – von der sowjetischen Militärregierung zum Präsidenten der Provinz Sachsen ernannt
- 04. Dezember 1946 – Nach den Wahlen wird Erhard Hübener Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und zugleich Justizminister. Er ist der einzige Ministerpräsident der sowjetischen Zone, der nicht der SED angehört.
- 1948 – Erhard Hübener tritt als Justizminister zurück. Anlass war die Aufhebung eines Landesgesetzes durch die Zentralverwaltung, welches ehemaligen Parteimitgliedern der NSDAP, die als Mitläufer eingestuft waren, die Zulassung zum Staatsdienst ermöglichen sollte.
- 1949 – Rücktritt als Ministerpräsident. Anlass waren die zahlreichen Entlassungen von CDU- und LDP-Mitgliedern aus der Verwaltung.
- Oktober 1949 – Aufnahme einer Lehrtätigkeit als Professor für Verwaltungskunde in Halle.
- 1951/1952 – Walter Ulbricht kritisiert die LDP als Sammelbecken für Reaktionäre. Erhard Hübener hat in der Folgezeit mit Behinderungen seiner Veranstaltungen zu kämpfen. Er zieht sich nach Wernigerode zurück.
- 1958 – Erhard Hübner verstirbt während eines Kuraufenthalte in Nordrhein-Westfalen.